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Die bevorstehende Urlaubssaison ist dem Institut für Zoologie, Fischereibiologie und Fischkrankheiten der Ludwig-Maximilans-Universität München (LMU) Grund zur Besorgnis: Immer mehr Menschen bringen vor allem aus nordafrikanischen Ländern wie Ägypten oder Marokko kleine Landschildkröten als Souvenir mit. Die Tiere, die dort auf Märkten angeboten werden, unterliegen alle dem Artenschutz und dürfen auf keinen Fall ausgeführt werden.
"Sollten die Tiere den Transport und die damit verbundene Klimaumstellung überleben," so der Institutsleiter Professor Rudolf Hoffmann, "dann bedeutet die meist nicht artgerechte Haltung hier in Deutschland ihr sicheres Todesurteil." Gerade maurische und ägyptische Landschildkröten sind sehr heikle Pfleglinge und sollten deshalb nur von erfahrenen Spezialisten
gehalten werden. Nicht zuletzt schleppen ahnungslose Tierliebhaber mit illegalen Importen dieser Art vermehrt Krankheiten und Parasiten nach Europa ein, die die legalen Bestände hier bedrohen. Auch die immer wieder auftretende Schildkrötenmalaria geht auf illegale Einfuhren zurück.
Inzwischen werden europäische Landschildkröten, die den hiesigen Bedingungen angepasst sind, erfolgreich nachgezüchtet, so dass niemand auf die Haltung verzichten muss. Allerdings sollte man sich vorher ausführlich über die Ansprüche dieser Pfleglinge informieren.
Neben Landschildkröten landen auch zahlreiche andere Reptilien, Amphibien und Wirbellose auf diese Art und Weise in deutschen Haushalten, wo sie meist jämmerlich verenden.
Weitere Informationen im Internet: http://www.reptilienauffangstation.de/
(Autor: Dr. vet. Helmut Jeltsch) Last changed: 25.02.2009 at 13:43
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