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LANDKREIS ROTH - Um Rücksicht von Joggern, Hundebesitzern, Radfahrern und Reitern auf junge Wildtiere im Wald bitten die Jäger in der Region.
«Nehmt Rücksicht auf neues Leben!», heißt der Aufruf der Kreisgruppe Schwabach-Roth des Landesjagdverbands Bayern. Denn in diesen Tagen setzen die weiblichen Rehe, die Geißen beziehungsweise Ricken, ihre ein bis zwei Junge, die Kitze.
In den ersten Wochen nach dem «Setzen» sei die Geiß häufig allein beim Äsen, die Kitze hat sie in Deckung «abgelegt», die Jungen drücken sich also reglos an den Boden, um vor Feinden wie Fuchs, Marder, Schwarzwild oder Hunden sicher zu sein. Solche, häufig auch in Wiesen abgelegten Kitze sind nicht «verwaist», wie manche Menschen glauben, die zufällig ein Kitz finden.
Zurück zur Geiß
Leider, so Rudolf Mühling von der Kreisgruppe des Jagdverbandes, «drücken» sich die Kitze aber auch dann, wenn der Bauer in diesen Tagen zum ersten Mal die Wiesen mäht. Deshalb sprechen sich Bauern und Jagdpächter häufig vor dem Mähen ab, um durch Absuchen der Wiesen möglichst viele Kitze vor dem todbringenden Kreiselmähwerk zu retten. Außerhalb der Wiese, zum Beispiel am Waldrand vom Jäger abgelegt, findet die Geiß meist bald ihr Kleines wieder.
Um die Aufregung für die Tiere nicht noch größer zu machen, bitten die Jäger die Spaziergänger, Jogger, Radfahrer, Hundebesitzer und Reiter: «Bleibt auf den Wegen; die jungen Wildtiere brauchen Ruhe.»
Schwabacher Tagblatt vom 26.06.2009
(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des Schwabacher Tagblatts) (Letzte Änderung am 15.10.2009 von Frank Wairer)
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